Beteiligung von Kindern

Die Kinder der Wohngruppe sind kontinuierlich an vielen alltagsrelevanten Entscheidungen (Einkaufen, Essen, Gestaltung der Gruppe, Anschaffungen, Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Urlaube) und an der fortlaufenden Aufstellung und Anpassung von Regeln für das Zusammenleben beteiligt und bestimmen diese mit. Im regelmäßig stattfindenden Gruppengespräch können die Kinder und Jugendlichen mitbestimmen, welche Regeln gelten, sowie ihre Wünsche, Bedürfnisse und Probleme im Zusammenleben thematisieren.


Therapeutische Begleitung für Kinder und Jugendliche

Für die im Einzelfall angezeigte therapeutische Begleitung von Kindern kann das Kinderhaus auf die vielfältigen Angebote in Marburg zurückgreifen, in Kliniken und bei Therapeuten, mit denen der Träger Jugendheim Marbach bereits viele Jahre gut kooperiert. Dabei bemühen wir uns, die Therapie so zu begleiten, dass ggf. Eltern/Familienkontakte, Alltag und Schule integriert werden können. Dabei bemühen wir uns, die Therapie so zu begleiten, dass ggf. Eltern/Familienkontakte, Alltag und Schule integriert werden können.


Familienberatung (AmBera)                

Zum Regelangebot der Jugendheim Marbach GmbH gehört die regelmäßige, verbindliche Zusammenarbeit mit den Familien der untergebrachten Kinder.

Neben dem kontinuierlichen Kontakt der pädagogischen MitarbeiterInnen zu den Eltern, werden die Herkunftsfamilien von KollegInnen unseres Ambulanten Beratungsdienstes AmBera ab dem Aufnahmeverfahren kontinuierlich während des gesamten Verlaufes der Jugendhilfemaßnahme begleitet. Ähnlich wie bei der zur pädagogischen Arbeit gehörenden Supervision, wird den Angehörigen hier eine Möglichkeit eröffnet, quasi von außen auf ihre Situation und die ihrer Kinder zu schauen. Insgesamt kann in einem solchen Beratungssetting die Gefahr von Blockaden deutlich verringert werden.

Dieses Angebot ist im Pflegesatz enthalten.


Supervision – Kollegenberatung - Team

Das Team ist zu regelmäßiger Supervision verpflichtet. Neben der Supervision bei einer frei wählbaren externen SupervisorIn ist ein System gegenseitiger Kollegenberatung installiert. Dabei nimmt eine KollegIn einer anderen Einrichtung der Jugendheim Marbach GmbH an den Teamsitzungen teil, berät in pädagogischen Fragen, begleitet Aufnahmeprozesse und Krisensituationen und steht den Kindern als AnsprechpartnerIn zur Verfügung. Die Kollegenberatung nimmt somit zugleich immer auch Trägeraufgaben wahr, indem sie für die Transparenz der pädagogischen Arbeit und des gelebten Alltags Sorge trägt.


Krisenmanagement

Im Krisenfall erfolgt eine systematische Erweiterung der Beratungs- und Unterstützungskreise. Regelhaft erfolgt zunächst die Information der pädagogischen MitarbeiterInnen des Teams, der KollegenberaterIn sowie der pädagogischen MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle. Wenn nicht schon von der verantwortlichen KollegIn in die Wege geleitet, wird in diesem Kreis entschieden, ob für eine Lösung die Hilfestellung Außenstehender notwendig ist oder ob die Krise intern bearbeitet werden kann. Entschieden wird auch, wer über die krisenhafte Entwicklung zu informieren ist. Die Information wichtiger Bezugspersonen und Kooperationspartner erfolgt zeitnah. Sie werden, wenn möglich, in die Suche nach einer Problemlösung mit eingebunden.


Fort- und Weiterbildung

Die MitarbeiterInnen sind zur regelmäßigen Fort- und Weiterbildung verpflichtet. Die Gesamteinrichtung bietet im Rahmen der 14-tägig stattfindenden Mitarbeiterkonferenzen interne Fortbildungen an - zum Teil mit externen ReferentInnen. Externe Fort- und Weiterbildungen werden vom Träger finanziell unterstützt.