ZIELGRUPPEN    

Zielgruppen

Die Jugendheim Marbach GmbH macht Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und ihren Familien ein Angebot, denen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen des SGB VIII § 27 (Kinder- und Jugendhilfegesetz) Hilfe zur Erziehung zu gewähren ist. Es ist uns dabei ein wichtiges Anliegen, zum Wohle der Kinder und Jugendlichen in besonderer Weise mit den Eltern zusammen zu arbeiten.

Im Kinderhausbereich geht es bei den Aufnahmeanfragen in der Regel um solche Kinder, bei denen andere Hilfeformen, z.B. auch die Unterbringung in einer Pflegefamilie, aufgrund der erheblichen psycho-sozialen Belastung der Herkunftsfamilie und der individuellen Problemlage des einzelnen Kindes nicht angezeigt ist. In den meisten Fällen sollen diese Kinder langfristig untergebracht werden. Für uns ergibt sich hieraus die Verpflichtung, den Kindern einen neuen Lebensort zu schaffen, der sich durch die Verlässlichkeit der Personen, Beziehungen und der materiellen Umwelt auszeichnet. Hier sollen sie vorhandene Fähigkeiten ausbauen und neue entwickeln können mit dem Ziel, ihr Leben selbstverantwortlich zu gestalten ohne ihre familiäre Identität verleugnen zu müssen.

Bei den Jugendlichen, die in der Jugendwohngruppe (ab 14 Jahre) bzw. im Rahmen der Mobilen Jugendbetreuung (ab 16 Jahre) betreut werden können, geht es oft um die Ablösung vom Elternhaus und die vielfach von Schwierigkeiten begleitete Suche der Jugendlichen nach einer eigenen Identität. Gelingt dies nicht, manövrieren sich Jugendliche durch ihr Handeln zum Teil in Situationen, die Ausgrenzungen zur Folge haben und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einschränken oder verhindern. Ziel der Arbeit ist es, entstandene Ausgrenzungsprozesse rückgängig zu machen, die Jugendlichen bei der Identitätsbildung und Ablösung vom Elternhaus zu unterstützen, selbstständige Lebensführung zu ermöglichen und eine berufliche Perspektive zu schaffen.

Das Angebot der Tagesgruppe richtet sich an Kinder und Jugendliche ab ca. 6 Jahren, die unter ungünstigen Sozialisierungsbedingungen aufwachsen und aufgrund ihrer erheblichen Verhaltensauffälligkeiten von sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Mit Hilfe des Beziehungsangebotes in einer kleinen überschaubaren Gruppe und des klar strukturierten Tagesablaufs soll es den Kindern ermöglicht werden, ihr emotionales, soziales und kognitives Entwicklungspotential auszuschöpfen. Der Transfer in die Familie wird durch intensive Elternberatung unterstützt; dabei steht das Ziel der Familienerhaltung im Vordergrund.

Der Ambulante Beratungsdienst AmBera bietet neben der (teil)stationären Elternberatung flexible ambulante Hilfen an. Die kontinuierlich begleitende Sozialpädagogische Familienhilfe ist ein niedrigschwelliges, aufsuchendes Unterstützungsangebot für Familien mit minderjährigen Kindern, die in eine Krise geraten sind. Mit einer ressourcenorientierten und wertschätzenden Haltung werden die Mitglieder des Familiensystems dabei begleitet und gestärkt, Veränderungsprozesse zum Wohle ihrer Kinder zu wagen. Darüber hinaus bietet AmBera Beratung und Hilfestellung bei Schwierigkeiten in der Ausübung des Umgangsrechtes an (Begleiteter Umgang).