umA-Jugendwohngruppe Lahnstrasse

Flucht ohne Familie

Seit dem 19.10.2015 betreuen wir im Rahmen einer stationären Jugendwohngruppe 14 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter von 14 bis 21 Jahren.


Neues Leben in Marburg

Das neue Leben in Marburg beinhaltet die Komplexitäten der deutschen Sprache und Kultur zu verstehen, die Stadt und die Menschen kennenzulernen und sich in das neue System “Deutschland” einzufinden. Oft sind die Jugendlichen hin und her gerissen zwischen der Verzweiflung, die sie spüren, wenn sie die Nachrichten aus der Heimat hören und der Hoffnung, die sie in ihrem neuen Leben erleben.

Hoffnung

Aufgrund der individuellen Sozialisationsgeschichte und den Fluchterfahrungen sind die jungen Menschen, die in Deutschland Zuflucht suchen sehr belastet und eine Vielzahl von ihnen ist schwer traumatisiert. Aus dem meist unsicherem Aufenthaltsstatus lassen sich nur unklare Zukunftsaussichten formulieren.  Dennoch kann eine kontinuierliche pädagogische Betreuung einen sicheren Ort für die psychosoziale Entwicklung der jungen Menschen gewährleisten und sie damit in ein erfolgreiches Leben begleiten.


Schule

Ein besonderes konzeptionelles Merkmal dieser Wohngruppe ist die Begleitung und Unterstützung von jungen Flüchtlingen hin zu Bildungsabschlüssen, wie bspw. dem Abitur. Dies erfolgt in enger Kooperation mit der Carl-von-Strehl-Schule der blista e.V., die die Beschulung übernommen hat. 


Unterstützung

Das  Mitarbeiterteam der JWG Lahnstraße unterstützt die jungen Menschen darin, die in der Hilfeplanung festgelegten Ziele zu verfolgen. Darunter fallen:

  • Unterstützung bei der Sicherung des Aufenthaltes
  • Integration in eine Regelschule
  • Erwerb deutscher Sprachkenntnisse
  • qualifizierter Schulabschluss trotz häufig geringer Vorbildung und unzureichender Deutschkenntnisse
  • gelingender Übergang von Schule zur Ausbildung
  • berufliche Qualifizierung
  • Integration in die deutsche Gesellschaft
  • ggf. Unterstützung beim evtl. Wunsch einer freiwilligen Rückkehr in das Herkunftsland oder Weiterwanderung in ein aufnahmebereites anderes Land
  • Befähigung zum Umgang mit traumatischen Erfahrungen und evtl. existierende Zwangskontexten
  • Verselbständigung mit Kenntnissen über Beratungsangebote auch im Hinblick auf die ausländerrechtliche Situation
  • Förderung der Kontakte zur Herkunftsfamilie
  • Pflege der eigenen kulturellen und religiösen Identität
  • Hilfe zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung.


Engagement

Um diese Ziele erfüllen zu können, brauchen die pädagogischen Mitarbeiter/innen die Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern, die sich engagieren und die jungen Menschen auf ihrem Weg zu vollwertigen Mitgliedern in unserer Gesellschaft begleiten. Kontaktieren Sie uns unter foerderstelle(at)jugendheim-marbach.de, wenn Sie Interesse an ehrenamtlichem Engagement haben.

Plätze
Die Wohngruppe bietet Platz für 14 unbegleitete minderjährige Ausländer

Besonderes
Rund-um-die-Uhr-Betreuung
enge Schulkooperation
zusätzliche Förderstelle für Ehrenamtseinbindung

AnsprechpartnerInnen
Matthias Leibfried-Reuss
Harry Schröder

Kontakt
Lahnstrasse 4a
35037 Marburg
Tel.: 06421 / 590 20 16
Fax.: 06421 / 590 20 17
lahnstrasse(at)jugendheim-marbach.de