Jugendwohngruppe Erlengraben

DIE EINRICHTUNG

Die Jugendwohngruppe Erlengraben nimmt sechs Jugendliche im Alter von 14-18 Jahren auf, die (z.B. nach einem stationären Klinikaufenthalt) nicht mehr in ihrem Elternhaus leben können oder wollen. Es gibt fünf Plätze im Wohnhaus und zusätzlich einen Außenwohnplatz im Nachbarhaus gegenüber; dieser ist für Jugendliche im Rahmen der Verselbstständigung vorgesehen.


DAS TEAM

Das multiprofessionelle Team arbeitet gleichberechtigt und eigenverantwortlich mit unterschiedlichen Stellenanteilen in der Jugendwohngruppe. Die hauptamtlichen MitarbeiterInnen können Fort- und Weiterbildungen aus den Bereichen Supervision, klientenzentrierte Gesprächsführung und Systemische Beratung in die Arbeit einbeziehen und werden supervisorisch begleitet. Eine Anerkennungspraktikantin oder ein Anerkennungspraktikant (in der Regel von einer Fachhochschule) und eine Hauswirtschaftskraft vervollständigen das Team.


UNSER ALLTAG - UNSER LEBEN - UNSERE ARBEIT

Die Jugendwohngruppe ist ein Ort zum Wohnen, der die Möglichkeit bietet, Probleme mit Hilfe von BetreuerInnen ohne Druck von Eltern zu lösen.

Das Zusammenleben in der Gruppe erfordert die Bereitschaft der jungen Menschen, gemeinsam mit uns problematische und hilfebedürftige Seiten an sich selbst anzugehen, Ressourcen und Kompetenzen zu entfalten und Perspektiven für das eigene Leben zu entwickeln. Für die Gruppe gilt ein allgemeines Alkohol- und Drogenverbot.

In einem mehrtägigen Probewohnen können das Miteinander im Haus und die hier lebenden Jugendlichen kennen gelernt werden.

Morgens kann gemeinsam gefrühstückt werden, um 13.30 Uhr gibt es gemeinsames Mittagessen. Die Betreuer kommen im 24-Stunden-Takt und übernachten im Haus. Für den Ausgang sind bestimmte Zeiten festgelegt. Dies ist in der Woche 22 Uhr und am Wochenende, altersabhängig und wenn nicht anders abgesprochen, 23 Uhr.

Die Jugendlichen haben jederzeit die Möglichkeit, jemanden zu besuchen, aber auch Besuch zu bekommen. Unter Umständen können sie auch über ein Wochenende wegfahren oder Besuch haben.

Allgemeine Zielsetzung der Arbeit in der Jugendwohngruppe ist, die jungen Menschen soweit wie möglich in die Lage zu versetzen, künftige Anforderungen im Erwachsenenalter eigenständig zu bewältigen. Dabei geht es sowohl um die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen als auch um ihre Befähigung zur gesellschaftlichen Integration.

Das Spezifische der Arbeit ist die gemeinsame Bewältigung des Lebensalltags in der kleinen Gruppe, in deren Rahmen soziale Beziehungen eingeübt, Abgrenzungsmöglichkeiten erprobt, Konflikte ausgetragen und bearbeitet werden.

Der Umgang mit eigenen Bedürfnissen und den Interessen Anderer und das Aushalten von Nähe und Distanz können gelernt werden. Die Gruppe bietet Schutz vor Einsamkeit und Isolation und die Möglichkeit, freie Zeit gemeinsam zu gestalten.

Wichtiges Element des pädagogischen Prozesses ist das Gruppengespräch, in dem es insbesondere um Regelungen des Interessenausgleichs, Konfliktbearbeitung, Verantwortlichkeiten, Freizeitplanung und die kritische Überprüfung der gemeinsamen Alltagsorganisation geht.

Ein System der Bezugsbetreuung konzentriert alle wesentlichen Momente der Arbeit mit einem bestimmten Jugendlichen bei einem Betreuer.

Dem Umstand, dass die Beziehung der Jugendlichen zu ihren Eltern in der Regel nicht abgebrochen ist, wird dadurch Rechnung getragen, dass eine Zusammenarbeit mit den Eltern in jedem Fall angestrebt wird.

Der Außenwohnplatz soll Jugendlichen, die bereits im Hause gelebt haben, mit weiterer intensiver Unterstützung auch in einem weniger durch die Gruppe strukturierten Rahmen ein Lernfeld zur Erprobung und Erweiterung ihrer Fähigkeiten ermöglichen, ohne dass dabei der schützende Rahmen der Gruppe aufgegeben werden muss.

Der Außenwohnplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hauses Erlengraben (Zwei-Zimmer-Wohnung mit integrierter Küche und Bad). Eine Direktaufnahme auf den Außenwohnplatz ist nicht vorgesehen. Die Betreuung durch das pädagogische Team der Wohngruppe gewährleistet personelle Kontinuität.

Bei Ablösung aus der Gruppe oder vom Außenwohnplatz kann eine Nachbetreuung (Betreutes Wohnen) in reduziertem Umfang vereinbart werden. Personelle Kontinuität kann – falls erforderlich – auch hier gewährleistet werden.


QUALITÄTSSTANDARDS

Jede Gruppe hat ihren eigenen Charakter. Darüber hinaus setzen wir uns als kollegial organisierte Einrichtung gemeinsam über Qualitätskriterien auseinander, die für alle unsere Einrichtungen gleichermaßen wichtig sind. Diese finden Sie » hier


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Plätze
Die Wohngruppe bietet Platz für 6 Jungen und Mädchen im Alter von 14-18 Jahren
1 Platz ist befindet sich zur Verselbständigung in einer separaten Wohnung.

Lage
zentrale Innenstadt von Marburg
traditionell gewachsener Stadtteil mit hohem Studentenanteil

Besonderes
Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch Blockdienste der pädagogischen MitarbeiterInnen

Rechtsgrundlage
SGB VIII §§ 27, 34-35a, 41

AnsprechpartnerInnen
Annabel Lohn
Gerald Maiworm
Stefan Radl
Nicole Wiesner

Kontakt
Am Brückchen 4
35037 Marburg
Tel.: 06421 / 2 79 59
Fax.: 06421 / 16 62 23
eg(at)jugendheim-marbach.de